Wie oft Extrasystolen sind normal? Tipps zur Erkennung und Behandlung

Was sind Extrasystolen? Unter Extrasystolen versteht man zusätzliche Herzschläge, die neben dem normalen Herzrhythmus auftreten. Sie können als Herzstolpern oder kurzzeitige Herzaussetzer wahrgenommen werden. Oft treten sie ohne erkennbare Ursache auf und sind harmlos, können aber auch auf eine schwerere Herzerkrankung hinweisen.

Ursachen und Risiken

  • Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Koffein können Extrasystolen auslösen oder verstärken.
  • Bestimmte Medikamente wie Schilddrüsenhormone oder Asthmamittel können ebenfalls Extrasystolen verursachen.
  • Herzerkrankungen wie Angina Pectoris, Herzinsuffizienz oder Herzklappenfehler können zu Extrasystolen führen.
  • Es ist wichtig, die Ursachen von Extrasystolen zu identifizieren, da diese häufig Ausdruck anderer gesundheitlicher Probleme sind. Auch eine familiäre Veranlagung kann ein Risikofaktor sein.

    Diagnose und Behandlung

    In den meisten Fällen sind Extrasystolen ungefährlich und erfordern keine Behandlung. Sollte jedoch eine Herzkrankheit als Ursache festgestellt werden, ist eine entsprechende Behandlung wichtig. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ein Elektrokardiogramm (EKG) und einen Herzultraschall. Je nach Schwere der Extrasystolen können Beta-Blocker oder eine Verödung der betroffenen Herzbereiche eingesetzt werden. In seltenen Fällen kann ein Herzschrittmacher erforderlich sein. Eine gesunde Lebensweise, wie z.B. Verzicht auf Genussmittel und ausreichende Bewegung, kann helfen, Extrasystolen vorzubeugen.

    Prognose

    Bei herzgesunden Menschen ist die Prognose gut, da Extrasystolen in der Regel keine langfristigen Folgen haben. Personen mit bereits bestehenden Herzkrankheiten sollten jedoch regelmäßig ärztlich untersucht und behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Eine frühe Erkennung und Behandlung der Ursachen von Extrasystolen ist daher wichtig, um die Prognose zu verbessern.

    Wie oft Extrasystolen sind normal?

    Im Normalfall treten bei gesunden Menschen maximal 200 Extrasystolen pro Tag auf, was bedeutet, dass sie durchschnittlich alle 10-15 Minuten einmal auftreten können. Es ist also normal, gelegentlich Extrasystolen zu spüren, und in den meisten Fällen sind sie harmlos.

    Die Anzahl der Extrasystolen pro Minute ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von körperlicher Aktivität oder Stress. In Ruhe treten Extrasystolen häufiger auf als während körperlicher Aktivität, da der langsamere Grundrhythmus das Auftreten begünstigt.

    Während Extrasystolen in den meisten Fällen unbedenklich sind, können Patienten mit Vorhofflimmern, einer möglichen Ursache für Herzstolpern, Symptome bemerken. Vorhofflimmern kann das Risiko von Schlaganfällen erhöhen und erfordert oft eine dauerhafte Behandlung mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung.

    Bei Patienten, die trotz Medikamenten starke Beschwerden und eine hohe Anzahl an Extrasystolen haben, kann eine Katheterablation in Erwägung gezogen werden. Dieses Verfahren hat gute Erfolgschancen und kann den Bereich, in dem die Extraschläge entstehen, veröden. Somit können die Extrasystolen reduziert oder sogar ganz beseitigt werden, was zu einer Verbesserung der Beschwerden führt. Es ist jedoch wichtig, dass die Entscheidung für eine Katheterablation in Abstimmung mit einem erfahrenen Kardiologen getroffen wird und dass mögliche Risiken und Alternativen abgewogen werden.

    Wie viele Extrasystolen pro Minute sind normal?

    Eine hohe Anzahl von Extrasystolen pro Minute bedeutet, dass zusätzliche Herzschläge über dem normalen Herzrhythmus auftreten. Extrasystolen sind zusätzliche Schläge zum normalen Herzrhythmus und können einzeln, in Paarform oder in sogenannten «kurzen Salven» auftreten. Sie entstehen durch einen zusätzlichen elektrischen Impuls im Herzen, der einen zusätzlichen Herzschlag auslöst.

    Es ist normal, gelegentlich Extrasystolen zu haben, selbst bei herzgesunden Personen. In einer klinischen Studie wurden bis zu 60 ventrikuläre Extrasystolen pro Stunde bei gesunden Studienteilnehmern nachgewiesen. Andere Experten betrachten etwa 500 Extrasystolen pro Tag als normal, das sind etwa 21 pro Stunde. Diese Variationen können von Person zu Person unterschiedlich sein.

    Bei Menschen ohne Herzerkrankung sind Extrasystolen oft harmlos. Jedoch sollte eine Untersuchung durch einen Kardiologen erfolgen, insbesondere bei Personen mit bereits bekannten Herzerkrankungen, wenn die zusätzlichen Herzschläge gehäuft auftreten oder wenn sie rasch und unregelmäßig aufeinanderfolgen. Ein hoher Anzahl von Extrasystolen pro Minute kann ein Anzeichen für eine zugrunde liegende Herzerkrankung sein, wie z.B. eine Herzrhythmusstörung oder eine Schädigung des Herzmuskels.

    Es ist wichtig, regelmäßige Untersuchungen durchzuführen, um den Ursprung und die möglichen Auswirkungen der Extrasystolen zu bestimmen. Der Kardiologe kann geeignete diagnostische Tests durchführen, um die genaue Ursache festzustellen und die richtige Behandlungsoption zu empfehlen. Daher sollte eine hohe Anzahl von Extrasystolen pro Minute nicht ignoriert werden, sondern ärztlich abgeklärt werden, um möglichen Komplikationen vorzubeugen.

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    Wie viel Extrasystolen in 24 Stunden sind normal?

    Generell können Extrasystolen in einem 24-Stunden-Zeitraum bei herzgesunden Menschen als normal angesehen werden. Eine hohe Anzahl von Extrasystolen, die einen Eingriff erfordert, ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig.

    Die Anzahl der Extrasystolen, die als hoch angesehen werden kann, variiert auch je nach Person. In der Regel gelten pro Minute mehr als drei Extrasystolen als abnormal und können bei manchen Menschen bereits Symptome wie Schwindel, Übelkeit und Unruhe auslösen. Auch die Häufigkeit der Extrasystolen ist ein wichtiger Faktor. Tritt beispielsweise nur ab und zu ein einzelner Extraschlag auf, ist dies meist unbedenklich.

    Bei herzgesunden Menschen, die keine Beschwerden haben, bedarf es meist keiner Therapie, auch wenn eine hohe Anzahl von Extrasystolen auftritt. Hier ist es vor allem wichtig, auf bestimmte Faktoren zu achten, die die Entstehung von Extrasystolen begünstigen können, wie zum Beispiel Genussmittel, Stress und Übermüdung. In solchen Fällen können die Extrasystolen als Warnzeichen des Körpers angesehen werden und sollten als Signal gesehen werden, die eigene Gesundheit zu verbessern.

    Ist tägliches Herzstolpern normal?

    Tägliches Herzstolpern kann für viele Menschen beunruhigend klingen, aber es ist wichtig zu verstehen, dass es in den meisten Fällen harmlos ist und von gesunden Menschen erlebt wird. Diese zusätzlichen Herzschläge werden als Extrasystolen bezeichnet und können in Form von kurzen Herzstolpern oder Herzaussetzern wahrgenommen werden. Sie treten normalerweise auf, wenn sich die elektrischen Impulse, die das Herz steuern, zeitweise aus dem Takt bringen. In der Regel sind diese Extrasystolen unbedenklich, besonders wenn sie gelegentlich auftreten. In einigen Fällen kann jedoch tägliches Herzstolpern ein Warnsignal für eine Herzerkrankung sein.

    Wenn die Extrasystolen häufig und in schneller Folge auftreten oder Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Angstgefühle und Unruhe verursachen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Besonders gefährdet sind Menschen, die bereits an einer Herzerkrankung leiden, da tägliches Herzstolpern ein Hinweis auf eine Verschlimmerung ihres Zustands sein könnte. Auch wenn es sich um eine harmlose Ursache handelt, wie beispielsweise Vorhofflimmern, ist eine ärztliche Untersuchung wichtig, um potenzielle Komplikationen zu vermeiden.

    Die Diagnose von täglichem Herzstolpern erfolgt in der Regel mittels EKG und Herzultraschall. Durch diese Untersuchungen kann der Arzt feststellen, ob die zusätzlichen Herzschläge harmlos sind oder auf eine zugrundeliegende Herzerkrankung hinweisen. In manchen Fällen ist keine Behandlung erforderlich, aber wenn nötig, können Medikamente wie Beta-Blocker eingesetzt werden, um die Häufigkeit und Intensität der Extrasystolen zu reduzieren. In jedem Fall ist es wichtig, dass tägliches Herzstolpern von einem Arzt untersucht wird, um die Gesundheit des Herzens zu gewährleisten.

    Wie viele Extrasystolen sind gefährlich?

    Extrasystolen sind zusätzliche Schläge zum normalen Herzrhythmus. Sie entstehen durch einen zusätzlichen elektrischen Impuls im Herzen, der einen zusätzlichen Herzschlag auslöst. Extrasystolen können gelegentlich bei allen Menschen auftreten, auch bei herzgesunden Personen. Bei gesunden Menschen sind Extrasystolen meistens harmlos und die Prognose ist gut. Doch bei herzkranken Menschen können gehäufte Extrasystolen auf eine schwere Schädigung des Herzens hinweisen und sind behandlungsbedürftig. Extrasystolen können auch gefährlich werden, wenn sie zu bestimmten Zeitpunkten der elektrischen Signalweiterleitung im Herzen auftreten und lebensbedrohliches Kammerflimmern auslösen. Auch ventrikuläre Extrasystolen unmittelbar nach einem Herzinfarkt sind ein Warnzeichen und gehen mit einem erhöhten Risiko für Kammerflimmern einher.

    Es gibt verschiedene Arten von Extrasystolen, die unterschiedlich gefährlich sein können. Eine häufige Form sind die ventrikulären Extrasystolen, bei denen die zusätzlichen Herzschläge in den Herzkammern entstehen. Diese Art von Extrasystolen kann gefährlich sein und in manchen Fällen zu Kammerflimmern führen. Kammerflimmern ist eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, bei der das Herz nicht mehr effektiv schlägt und kein Blut mehr pumpt. Eine andere Art von Extrasystolen sind atriale Extrasystolen, bei denen die zusätzlichen Herzschläge in den Vorhöfen des Herzens entstehen. Diese Art von Extrasystolen ist in der Regel weniger gefährlich als ventrikuläre Extrasystolen.

    Um gehäufte Extrasystolen und ihre potenziellen Gefahren zu erkennen, führt der Arzt verschiedene Untersuchungen durch. Dazu gehören ein Ruhe- und Langzeit-EKG sowie ein Belastungs-EKG. Diese Tests helfen dabei, das Ausmaß der Extrasystolen zu bestimmen und mögliche Risiken einzuschätzen. Je nach Ursache können Extrasystolen durch Meiden von Risikofaktoren und eine herzgesunde Lebensweise vorgebeugt werden. Es ist wichtig, sich regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen und bei Auffälligkeiten oder Beschwerden sofort einen Arzt aufzusuchen.

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    Diese Faktoren beeinflussen Extrasystolen

    Eine Vielzahl von Faktoren kann Extrasystolen beeinflussen. Starke Emotionen, Übermüdung und der Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Alkohol oder Nikotin können bei gesunden Menschen Extrasystolen auslösen. Diese Faktoren reizen das Nervensystem und führen zu einer erhöhten Stimulation des Herzens, wodurch vermehrt Extrasystolen auftreten können.

    Weitere mögliche Ursachen für Extrasystolen sind Elektrolytstörungen wie ein Kalium- oder Magnesiummangel, die Einnahme bestimmter Medikamente oder Schilddrüsenfunktionsstörungen. Diese Störungen können ebenfalls zu einer erhöhten Anfälligkeit für Extrasystolen führen.

    Menschen mit Herzkrankheiten sind ebenfalls anfälliger für Extrasystolen, da viele Muskelzellen des Herzens geschädigt sind. Sie können sowohl supraventrikuläre Extrasystolen (die oberhalb der Herzkammern auftreten) als auch ventrikuläre Extrasystolen (die in den Herzkammern auftreten) erleben.

    Extrasystolen können auch bei verschiedenen Herzerkrankungen auftreten, wie beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder einer Herzmuskelentzündung, bei Herzklappenerkrankungen oder einer langsamen Herzschlagfolge (Bradykardie). Um eine genaue Diagnose zu stellen, werden Ruhe-, Langzeit- und Belastungs-EKGs durchgeführt.

    Es ist wichtig, gehäufte Extrasystolen ärztlich abklären zu lassen, insbesondere wenn sie über einen längeren Zeitraum auftreten oder bei Belastung spürbar sind.

    Wann einen Arzt wegen Extrasystolen aufsuchen

    Extrasystolen sind zusätzliche Herzschläge, die neben dem normalen Herzrhythmus auftreten können. Sie treten meistens sporadisch auf und werden von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen oder nur als kurzes Herzstolpern. In einigen Fällen können jedoch häufig auftretende Extrasystolen auf eine ernsthafte Herzerkrankung hinweisen und sollten daher ärztlich untersucht werden.

    Zu den Anzeichen für ernsthafte Extrasystolen gehören vor allem eine hohe Anzahl von Extrasystolen pro Minute oder eine schnelle und unregelmäßige Abfolge der zusätzlichen Herzschläge. Besonders bei Personen, die bereits eine Herzerkrankung haben, ist Vorsicht geboten. Auch Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Angstgefühle und Unruhe können auf eine ernsthafte Herzerkrankung hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden.

    Als mögliche Ursachen für Extrasystolen kommen verschiedene Genussmittel, bestimmte Medikamente und insbesondere Herzerkrankungen in Frage. Daher sollte bei auftretenden Extrasystolen immer eine ärztliche Diagnose mittels EKG und Herzultraschall erfolgen, um die Ursache zu ermitteln.

    Eine Behandlung von Extrasystolen ist nicht immer erforderlich. In manchen Fällen können jedoch Medikamente wie Beta-Blocker eingesetzt werden, um die Häufigkeit der zusätzlichen Herzschläge zu reduzieren. Vor allem bei Personen, die bereits eine Herzerkrankung haben, ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle wichtig, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

    Mögliche Ursachen von Extrasystolen

    Extrasystolen können verschiedene Ursachen haben und sind bei gesunden Menschen häufig mit starken Emotionen, Übermüdung oder dem Verzehr von Genussmitteln verbunden. Auch eine Überreizung des Nervensystems kann das Herz stärker stimulieren und zu zusätzlichen Herzschlägen führen. In selteneren Fällen können auch Elektrolytstörungen, Medikamente oder Schilddrüsenfunktionsstörungen Extrasystolen auslösen.

    Bei herzkranken Menschen treten Extrasystolen häufiger auf, da die Muskelzellen des Herzens geschädigt sind. Es gibt zwei Arten von Extrasystolen: Supraventrikuläre, die im Herzvorhof entstehen, und ventrikuläre, die in der Herzkammer entstehen. Mehrere Extrasystolen hintereinander können ein Zeichen für eine Herzschädigung sein und auf gefährliche Rhythmusstörungen wie Kammerflimmern hinweisen.

    Um gehäufte Extrasystolen zu erkennen, führt der Arzt verschiedene Untersuchungen durch, wie ein Ruhe- und Langzeit-EKG sowie ein Belastungs-EKG auf dem Ergometer. Extrasystolen können einzeln, als Doppelschläge oder als Salven auftreten. Klassische Symptome für das Auftreten von Extrasystolen können ein unregelmäßiger oder kräftiger Herzschlag, Beklommenheitsgefühl, Angst- oder Panikzustände, Schmerzen in der Brust, Atemnot, Magenbeschwerden, verstärkter Harndrang, Kopfschmerzen oder Übelkeit sein. Diese Symptome können jedoch auch bei anderen Herzerkrankungen auftreten, daher ist es wichtig, eine genaue Diagnose zu stellen.

    Wie können Extrasystolen diagnostiziert und behandelt werden?

    Extrasystolen sind eine häufige Form von Herzrhythmusstörungen, bei der es zu unregelmäßigen Herzschlägen kommt. Sie können gelegentlich ohne Symptome auftreten, aber auch zu Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel und Herzstechen führen. Daher ist es wichtig, Extrasystolen zu diagnostizieren und gegebenenfalls zu behandeln. In diesem Artikel werden wir einen Schritt-für-Schritt-Leitfaden für die Diagnose und Behandlung von Extrasystolen geben.

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    Schritt 1: EKG-Dokumentation

    Die Diagnose von Extrasystolen beginnt mit einer EKG-Dokumentation. Durch ein Elektrokardiogramm (EKG) können die elektrischen Aktivitäten des Herzens aufgezeichnet werden. Bei Extrasystolen sind unregelmäßige Herzschläge zu erkennen. Das EKG wird in der Regel während einer Ruhe-EKG-Messung durchgeführt, kann aber auch eine Langzeitmessung von bis zu 24 Stunden umfassen. Dies ermöglicht es, auch gelegentliche Extrasystolen zu erfassen.

    Schritt 2: Herzultraschall

    Um strukturelle und funktionelle Veränderungen am Herzen festzustellen, kann zusätzlich ein Herzultraschall (Echokardiografie) durchgeführt werden. Dabei werden Schallwellen verwendet, um Bilder des Herzens zu erzeugen. Auf diese Weise kann der Arzt beurteilen, ob eine zugrundeliegende Herzerkrankung vorliegt, die die Extrasystolen auslöst.

    Schritt 3: Behandlung von Extrasystolen

    • Für herzgesunde Menschen ohne Beschwerden ist in der Regel keine Behandlung erforderlich. In solchen Fällen wird empfohlen, auf Genussmittel zu verzichten, Stress zu reduzieren und Übermüdung zu vermeiden, da diese Faktoren die Entstehung von Extrasystolen fördern können.
    • Wenn Extrasystolen jedoch häufig auftreten oder das Herz geschädigt ist, ist es wichtig, die zugrundeliegende Herzerkrankung zu behandeln. In einigen Fällen können Extrasystolen bestimmte andere Herzrhythmusstörungen auslösen, wie zum Beispiel Vorhofflimmern. In solchen Fällen ist eine Therapie erforderlich.
    • Wenn die Extraschläge immer am gleichen Ort im Herzen erzeugt werden, kann eine kathetergeführte elektrophysiologische Untersuchung des Herzens durchgeführt werden, um den entsprechenden Bereich aufzuspüren. Durch die sogenannte Katheterablation, bei der Hitze durch Radiofrequenzstrom erzeugt wird, kann der betroffene Bereich verödet werden. Dieses Verfahren hat gute Erfolgschancen und wird bei Patienten angewendet, die für eine medikamentöse Therapie nicht geeignet sind oder trotz Medikamenten ausgeprägte Beschwerden und eine hohe Anzahl an Extrasystolen pro Tag haben.

    Für Patienten, die unter Extrasystolen leiden, ist es wichtig, die zugrundeliegenden Faktoren zu verstehen und gegebenenfalls zu behandeln. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann dazu beitragen, das Auftreten von Extrasystolen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

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    Wie Extrasystolen vorbeugen können

    Um Extrasystolen vorzubeugen, sind verschiedene Maßnahmen empfehlenswert. Einige praktische Änderungen im Lebensstil können potenziell helfen, Extrasystolen zu verhindern. Zu diesen Maßnahmen zählt der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Koffein. Diese Substanzen können das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und zu Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus führen.

    Stressreduktion und ausreichend Schlaf spielen ebenfalls eine Rolle bei der Vorbeugung von Extrasystolen. Stress und Übermüdung können die Entstehung von Extrasystolen begünstigen. Indem man sich ausreichend Ruhepausen gönnt und Techniken zur Stressbewältigung einsetzt, kann man das Risiko von Herzrhythmusstörungen verringern.

    Eine herzgesunde Lebensweise ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von Extrasystolen. Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Herzgesundheit fördern und das Risiko von Rhythmusstörungen verringern. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig gesättigten Fetten und reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann ebenfalls dazu beitragen, das Herz gesund zu halten.

    Wenn Extrasystolen aufgrund einer zugrundeliegenden Herzerkrankung auftreten, sollte diese entsprechend behandelt werden. In einigen Fällen kann eine Verödung der betroffenen Herzbereiche oder die Implantation eines Herzschrittmachers erforderlich sein, um die Extrasystolen zu kontrollieren. Die Wahl der Behandlung richtet sich nach der individuellen Ursache und dem Verlauf der Erkrankung.