Wie oft Mammographie: Empfehlungen und Tipps

Die Häufigkeit der Mammographie ist ein wichtiges Thema im Bereich der Brustkrebsvorsorge. Denn während regelmäßige Untersuchungen dazu beitragen können, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und somit die Heilungschancen zu erhöhen, können häufige Untersuchungen auch negative Auswirkungen mit sich bringen.

Laut einer Studie von US-Epidemiologen ist bei Frauen mit einem geringen Brustkrebsrisiko und einer Mammographie alle drei Jahre eine bessere Nutzen-Schaden-Relation festgestellt worden als bei einer zweijährlichen Untersuchung. Dies bedeutet, dass ein dreijähriges Screening möglicherweise ausreichend ist und somit die Anzahl der falsch-positiven Befunde reduziert werden kann. Insbesondere für Frauen mit einem unterdurchschnittlichen Brustkrebsrisiko und einer fettreichen oder verstreuten fibroglandulären Brustdichte könnte ein dreijähriges Screening eine sinnvolle Option sein.

In Deutschland findet das Mammographie-Screening-Programm derzeit alle zwei Jahre statt. Jedoch wird eine Ausweitung auf alle drei Jahre durchaus in Betracht gezogen. Das Bundesamt für Strahlenschutz befürwortet auch eine Erhöhung der Altersgrenze für Teilnehmerinnen auf 75 Jahre, um die Sterblichkeit durch Brustkrebs weiter zu senken. Eine solche Ausweitung würde auch dazu beitragen, die Belastung durch häufige Untersuchungen zu verringern.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Häufigkeit der Mammographie individuell entschieden werden sollte und immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen sollte. Jede Frau hat ein individuelles Risiko für Brustkrebs und daher sollte die Häufigkeit der Untersuchungen dementsprechend angepasst werden. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt über die für Sie passende Screening-Strategie.

Was ist eine Mammographie?

Definition:

Eine Mammographie ist eine medizinische Untersuchungsmethode, die speziell zur Früherkennung von Brustkrebs entwickelt wurde. Dabei werden Röntgenaufnahmen der Brust angefertigt, um mögliche Veränderungen oder Tumore zu erkennen. Sie ist eine der wichtigsten Untersuchungen zur Vorsorge und sollte regelmäßig von Frauen ab einem bestimmten Alter durchgeführt werden.

Purpose:

  • Das Hauptziel der Mammographie ist es, frühzeitig Veränderungen oder Anzeichen von Brustkrebs zu erkennen. Je früher eine solche Erkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
  • Durch die Untersuchung können auch kleinere Veränderungen in der Brust sichtbar gemacht werden, die durch andere Methoden nicht entdeckt werden könnten.
  • Die Mammographie bietet außerdem eine Möglichkeit, den Verlauf von bereits bekannten Veränderungen oder Tumoren in der Brust zu kontrollieren und zu überwachen.
  • Process:

    Bei einer Mammographie werden Röntgenstrahlen durch die Brust geleitet und auf einem Röntgenfilm aufgefangen. Um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten, wird die Brust für wenige Sekunden zwischen zwei Plexiglasscheiben zusammengedrückt. Dies kann unangenehm, aber in der Regel nicht schmerzhaft sein. Die Aufnahmen werden von zwei unabhängigen Radiologinnen oder Radiologen begutachtet. Bei Bedarf kann zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.

    Wenn der Befund auffällig ist, werden weitere Untersuchungen wie eine MRT oder Biopsie zur Abklärung durchgeführt. Die Ergebnisse der Mammographie werden in der Regel nach etwa 7 Tagen per Post zugeschickt. Die Untersuchung ist freiwillig, jedoch wird Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren empfohlen, alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen zu lassen. Es ist wichtig, dass Frauen sich über die Vor- und Nachteile des Mammographie-Screenings informieren und gegebenenfalls mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber sprechen.

    Richtlinien zur Häufigkeit von Mammographien

    Die Häufigkeit von Mammographie-Empfehlungen kann je nach Alter und individuellem Risiko variieren. Es gibt verschiedene Richtlinien und Empfehlungen von Gesundheitsinstitutionen zur Überwachung von Brustkrebs durch Mammographien.

    Laut den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) werden Frauen ab dem Alter von 40 Jahren zur intensivierten Überwachung ebenfalls zur Mammographie empfohlen. Vor dem 40. Lebensjahr schließt die Überwachung neben einer Tastuntersuchung alle sechs Monate auch eine Ultraschalluntersuchung mit ein.

    Ab dem 50. Lebensjahr wird die Mammographie laut den Empfehlungen der AGO alle zwei Jahre empfohlen. Diese Empfehlung basiert auf Studienergebnissen, die gezeigt haben, dass das Risiko für Brustkrebs ab dem 50. Lebensjahr höher ist als vorher.

    Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Empfehlungen auf individueller Basis angepasst werden können, abhängig von familiärer Vorgeschichte, genetischen Risikofaktoren und anderen Faktoren. Daher ist es empfehlenswert, sich mit einem Facharzt für Gynäkologie oder Onkologie zu beraten, um die individuellen Empfehlungen zur Häufigkeit von Mammographien zu erhalten. Eine regelmäßige Überwachung ist jedoch wichtig, um frühzeitig Veränderungen in der Brust zu erkennen und eine effektive Behandlung einzuleiten, falls notwendig.

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    Vorteile und Risiken bei unterschiedlichen Mammographie Häufigkeiten

    Die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Mammographie-Frequenzen sollten sorgfältig abgewogen werden. Eine Studie des US Cancer Intervention and Surveillance Network hat verschiedene Mammographies-Frequenzen hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Risiken untersucht. Es wurden drei Modelle verwendet, um den lebenslangen Nutzen und Schaden für Frauen abzuschätzen. Als Nutzen wurden verhinderte Krebstode, gewonnene Lebensjahre und qualitätsangepasste Lebensjahre (QALYs) betrachtet, während als Risiken falsch-positive Befunde, gutartige Biopsien und Überdiagnosen definiert wurden.

    Die Analyse ergab, dass der Nutzen des Screenings mit abnehmendem Risiko und geringerer Brustdichte proportional abnahm. Frauen mit einem unterdurchschnittlichen Brustkrebsrisiko und einer fettreichen oder verstreuten fibroglandulären Brustdichte könnten von einem dreijährlichen Screening profitieren. Das zweijährliche Screening war mit einem Zugewinn von maximal 16 Lebensjahren und maximal 10 QALYs pro 1000 Frauen verbunden.

    Allerdings war das zweijährliche Screening im Vergleich zum dreijährlichen mit bis zu 232 falsch-positiven Befunden mehr pro 1000 Frauen verbunden. Bei Frauen mit einem anamnestisch geringen Brustkrebsrisiko ergab das dreijährliche Screening eine bessere Nutzen-Schaden-Relation als das zweijährliche Screening.

    In Deutschland haben Frauen alle zwei Jahre ab dem 50. bis zum 70. Lebensjahr Anspruch auf Leistungen zur Früherkennung von Brustkrebserkrankungen, einschließlich einer Mammographie. Ob jedoch das zweijährliche Intervall wirklich nötig ist oder ob ein Screening alle drei Jahre ausreicht, wurde in der oben genannten Studie untersucht.

    Es gibt klare Vorteile des Mammographie-Screenings. Durch die regelmäßige Durchführung können auch kleine und nicht tastbare Tumore erkannt werden, was die Heilungschancen verbessert und oft schonendere Behandlungsmöglichkeiten ermöglicht. Zudem senkt das regelmäßige Mammographie-Screening die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu versterben. Von 1.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die 20 Jahre lang am Screening teilnehmen, werden etwa 2 bis 6 Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt.

    Jedoch gibt es auch Risiken des Mammographie-Screenings. Falsch-positive Befunde können zu unnötigen Biopsien führen, die für die betroffenen Frauen eine zusätzliche Belastung darstellen können. Daher sollten die individuellen Vor- und Nachteile einer regelmäßigen Mammographie sorgfältig abgewogen werden, basierend auf dem persönlichen Risikoprofil und anderen relevanten Faktoren. Es ist wichtig, dass Frauen gemeinsam mit ihren Ärzten alle Aspekte dieses Themas besprechen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

    Ist eine Mammographie alle 2 Jahre sinnvoll?

    Ja, laut einer Studie von US-Epidemiologen kann das Mammographie-Screening alle drei Jahre bei Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren eine sinnvolle Screening-Strategie sein. Diese Empfehlung basiert auf der Erkenntnis, dass das Screening in dieser Altersgruppe bei Frauen mit einem unterdurchschnittlichen Brustkrebsrisiko und einer fettreichen oder verstreuten fibroglandulären Brustdichte besonders effektiv ist.

    Warum wird alle 2 Jahre eine Mammographie empfohlen? Die Studie ergab, dass das zweijährliche Screening im Vergleich zum dreijährlichen Screening zu mehr falsch-positiven Befunden führen kann. Das bedeutet, dass bei einem zweijährlichen Screening mehr Frauen ohne wirkliches Brustkrebsleiden zu zusätzlichen Untersuchungen oder sogar invasiven Eingriffen geschickt werden müssten. Durch ein längeres Intervall von drei Jahren können diese unnötigen Belastungen reduziert werden.

    Weiterhin wurde festgestellt, dass der Nutzen des Screenings abnimmt, je geringer das Brustkrebsrisiko einer Frau ist und je niedriger ihre Brustdichte. Bei Frauen mit einem relativen Risiko von nicht mehr als 0,85 und einer fettreichen oder verstreuten fibroglandulären Brustdichte konnte durch das zweijährliche Screening lediglich ein zusätzlicher Todesfall durch Brustkrebs verhindert werden. Dagegen war das zweijährliche Screening mit einem Zugewinn von maximal 16 Lebensjahren und maximal 10 qualitätsangepassten Lebensjahren (QALYs) pro 1000 Frauen verbunden.

    Insgesamt legt die Studie nahe, dass ein dreijährliches Screening für Frauen mit geringerem Brustkrebsrisiko ausreichend sein kann, um die bestmögliche Balance zwischen Nutzen und Belastung des Screenings zu gewährleisten. Dennoch sollte immer eine individuelle Risikoeinschätzung in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt getroffen werden, um die optimalen Untersuchungsintervalle festzulegen. Eine Mammographie alle 2 Jahre kann zwar sinnvoll sein, jedoch ist sie nicht pauschal für jede Frau empfehlenswert.

    In welchem Abstand sollte eine Mammographie stattfinden?

    Die empfohlene Periode für eine Mammographie variiert je nach Alter und individuellem Risiko. Generell wird jedoch empfohlen, dass Frauen ab dem Lebensjahr alle zwei Jahre zur Mammographie eingeladen werden.

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    Der Abstand zwischen den Mammographien kann jedoch je nach Situation angepasst werden. So empfehlen manche Experten bei Frauen mit einem erhöhten familiären Risiko für Brustkrebs eine jährliche Mammographie ab dem Alter von 40 Jahren.

    Bei Frauen unter 50 Jahren wird in der Regel zusätzlich zur Mammographie auch eine Tastuntersuchung alle sechs Monate und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Dies dient einer frühzeitigen Erkennung von Veränderungen im Brustgewebe. Bei Frauen über 50 Jahren kann die Mammographie alleine ausreichend sein, da das Brustgewebe in diesem Alter weniger dicht ist und Veränderungen somit leichter erkennbar sind.

    Es ist wichtig, sich regelmäßig und entsprechend der individuellen Empfehlung durch den Arzt untersuchen zu lassen. Eine frühe Erkennung von Brustkrebs erhöht die Heilungschancen und kann lebensrettend sein. Auch wenn die Intervalle zwischen den Mammographien variieren können, ist es wichtig, keine auszulassen und den Empfehlungen des behandelnden Arztes zu folgen.

    Gibt es Ausnahmen von der Regel?

    Ja, es gibt Ausnahmen bei der Häufigkeit der Mammographie, die von dem Alter der Frau abhängig sind. Generell wird empfohlen, dass Frauen ab dem Alter von 50 Jahren alle zwei Jahre eine Mammographieuntersuchung durchführen lassen, um frühzeitig Brustkrebs zu erkennen. Jedoch kann es in gewissen Fällen zu Abweichungen von dieser Empfehlung kommen.

    Eine Ausnahme besteht zum Beispiel für Frauen unter 40 Jahren. In diesem Alter wird neben einer Tastuntersuchung alle sechs Monate auch eine Ultraschalluntersuchung empfohlen. Dies liegt daran, dass die Brüste von jüngeren Frauen noch dichter sind und somit eventuelle Veränderungen schwerer erkennbar sind. Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung kann hierbei helfen, um mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu entdecken.

    Auch für Frauen ab 40 Jahren gibt es eine Abweichung von der Regel. Neben der intensivierten Überwachung wird zusätzlich zur Mammographie auch eine Kernspintomographie oder Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) eingesetzt. Diese wird jährlich durchgeführt anstelle der Röntgen-Mammographie, da sie eine höhere Genauigkeit aufweist. Dies ist besonders relevant für Frauen mit einem familiären Risiko für Brustkrebs oder wenn bereits Veränderungen in der Brust festgestellt wurden.

    Weitere Ausnahmen können auftreten, wenn eine Frau bereits an Brustkrebs erkrankt ist und dadurch die Häufigkeit der Mammographie individuell angepasst werden muss. Ebenso können bei auffälligen Mammographieergebnissen, wie beispielsweise Zysten oder gutartigen Tumoren, die Untersuchungshäufigkeit angepasst werden. In solchen Fällen sollte immer eine individuelle Betrachtung und Empfehlung durch den Arzt erfolgen.

    Wie oft habe ich Anspruch auf Mammographie?

    Frauen zwischen 45 und 69 Jahren erhalten automatisch alle zwei Jahre eine Einladung zur Durchführung einer Mammographie. Dieses Screening ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebs, welche seit 2009 in Deutschland für diese Altersgruppe von der gesetzlichen Krankenkasse angeboten wird. Dieses Angebot steht allen Frauen, unabhängig von gesundheitlichem Zustand oder Familienanamnese, zur Verfügung. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sowie über 70 Jahren können eine Einladung telefonisch oder online anfordern. Dies zeigt, dass die Krankenkasse auch für Frauen außerhalb der Zielgruppe bereit ist, die Mammographie zu bezahlen, wenn sie diese für sinnvoll erachten.

    Aber warum wird die Mammographie erst ab dem Alter von 40 Jahren empfohlen?

    Die Mammographie wird ab dem Alter von 40 Jahren für eine intensivierte Überwachung eingesetzt, da das Risiko an Brustkrebs zu erkranken in diesem Alter höher ist. Eine regelmäßige Mammographie kann dabei helfen, mögliche Veränderungen in der Brust frühzeitig zu erkennen und somit die Heilungschancen zu verbessern. Frauen über 70 Jahren haben ebenfalls Anspruch auf Mammographie, da das Brustkrebsrisiko in diesem Alter erneut ansteigt.

    Welche Alternativen gibt es zur Mammographie?

    • Tastuntersuchungen
    • Ultraschalluntersuchungen
    • Kernspintomographien

    Je nach Alter und individuellem Risiko können auch alternative Untersuchungsmethoden wie Tastuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen oder Kernspintomographien eingesetzt werden. Diese können bei Bedarf zusätzlich zur Mammographie durchgeführt werden. Eine ärztliche Aufklärung vor der Untersuchung ist optional möglich, um die Frauen umfassend zu informieren und bei der Entscheidung zu unterstützen.

    Wie kann ich mich vor der Mammographie über Vor- und Nachteile informieren?

    Vor der Mammographie erhalten Frauen eine Informationsbroschüre und einen Fragebogen zusammen mit der Einladung. In der Broschüre werden die Vor- und Nachteile des Mammographie-Screenings aufgeführt, um den Frauen die Möglichkeit zu geben, eine informierte Entscheidung zu treffen. Dies ist besonders wichtig, da die Mammographie auch aufgrund von Fehldiagnosen und Überbehandlungen umstritten ist. Frauen haben außerdem die Möglichkeit, sich vor der Untersuchung ärztlich aufklären zu lassen, um offene Fragen zu klären und sich über mögliche Risiken zu informieren.

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    Auch wenn die Mammographie für Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahre empfohlen wird, haben auch jüngere und ältere Frauen Anspruch auf diese Untersuchung. Es ist wichtig, dass jede Frau selbst entscheidet, ob sie die Mammographie in Anspruch nehmen möchte oder nicht. Mit Hilfe von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, wie der Mammographie, kann jedoch das Risiko von Brustkrebs verringert und eine frühzeitige Diagnose ermöglicht werden. Sollten sich bei der Untersuchung Auffälligkeiten zeigen, können weitere Untersuchungen und eine individuelle Behandlung eingeleitet werden.

    Zusammenfassende empfohlene Mammographie-Frequenz in Deutschland

    Die aktuell empfohlene Mammographie-Frequenz in Deutschland beträgt alle zwei Jahre für Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren. Diese Empfehlung basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und hat das Ziel, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und somit die Heilungschancen zu verbessern. Eine Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust, bei der eventuelle Anzeichen von Brustkrebs sichtbar gemacht werden können.

    Eine kürzlich durchgeführte Studie von US-Epidemiologen in Zusammenarbeit mit dem Erasmus Medical Center in Rotterdam hat jedoch gezeigt, dass ein dreijähriges Screening bei Frauen mit einem geringen Brustkrebsrisiko eine bessere Nutzen-Schaden-Relation aufweisen kann als ein zweijähriges Screening. Die Analyse berücksichtigte unterschiedliche Risikogruppen und Brustdichtekategorien. Insbesondere bei Frauen mit fettreicher oder verstreuter fibroglandulärer Brustdichte und einem relativen Risiko von nicht mehr als 0,85 wurde festgestellt, dass ein zweijährliches Screening im Vergleich zu einem dreijährlichen Screening nur einen geringen zusätzlichen Nutzen bietet.

    Die genannte Studie des US Cancer Intervention and Surveillance Network zeigt, dass bei einem zweijährlichen Screening im Vergleich zu einem dreijährlichen Screening maximal 16 Lebensjahre und maximal 10 QALYs (qualitätsangepasste Lebensjahre) pro 1000 Frauen gewonnen werden können. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass ein zweijährliches Screening auch mit einem erhöhten Risiko für falsch-positive Befunde verbunden ist. Daher sollten individuelle Risikofaktoren und persönliche Präferenzen bei der Entscheidung über die Mammographie-Frequenz berücksichtigt werden.

    Insgesamt bleibt die derzeitige Empfehlung in Deutschland eine Mammographie alle zwei Jahre für Frauen im Alter von 50 bis 70 Jahren. Bei Frauen mit einem geringen Brustkrebsrisiko und bestimmten Brustdichtekategorien kann jedoch ein dreijährliches Screening eine alternative Option sein, da es eine bessere Nutzen-Schaden-Relation aufweisen kann. Es ist wichtig, mit einem Arzt über die individuellen Risiken und Vorzüge der Mammographie-Frequenz zu sprechen, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen.

    Wichtigkeit der Einhaltung der empfohlenen Mammographie-Frequenz

    Es ist wichtig, sich an die empfohlene Mammographie-Frequenz zu halten, da dies einen erheblichen Einfluss auf die Früherkennung von Brustkrebs hat. Eine Studie hat gezeigt, dass ein dreijähriges Screening bei Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren eine sinnvolle Screening-Strategie sein kann. Insbesondere für Frauen mit einem unterdurchschnittlichen Brustkrebsrisiko und einer fettreichen oder verstreuten fibroglandulären Brustdichte bietet das dreijährige Screening Vorteile. Im Vergleich zum zweijährlichen Screening wurden dabei weniger falsch-positive Befunde festgestellt.

    Die Analyse ergab auch, dass der Nutzen des Screenings mit abnehmendem Risiko und mit geringerer Brustdichte proportional abnimmt. Bei Frauen mit fettreicher oder verstreuter fibroglandulärer Brustdichte und einem relativ geringen Risiko sind die zusätzlich vermiedenen Todesfälle und die gewonnenen Lebensjahre bei einem zweijährlichen Screening im Vergleich zum dreijährigen Screening geringer. Das zweijährliche Screening konnte mit einem Zugewinn von maximal 16 Lebensjahren und maximal 10 qualitätsangepassten Lebensjahren pro 1000 Frauen in Verbindung gebracht werden.

    Die Studie, die vom US Cancer Intervention and Surveillance Network durchgeführt wurde, basierte auf gut etablierten Modellen. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein dreijähriges Screening eine angemessene Option für Frauen mit geringerem Brustkrebsrisiko und bestimmten Brustdichtekategorien sein kann. Es ist wichtig, die individuellen Risikofaktoren und die persönliche Brustdichte zu berücksichtigen, um die optimale Screening-Frequenz festzulegen und die bestmögliche frühzeitige Erkennung von Brustkrebs zu gewährleisten.