Wie oft nachts auf Toilette normal: Tipps und Tricks für einen gesunden Schlaf

Es ist normal, ein- oder zweimal pro Nacht auf die Toilette zu gehen. Dies ist ein natürlicher Vorgang des Körpers, der sich jedoch im Laufe des Lebens verändern kann. Je älter man wird, desto häufiger kann es vorkommen, dass man in der Nacht auf die Toilette muss. Dies liegt unter anderem an den Veränderungen, die im Körper im Alter auftreten.

Bei jüngeren Menschen kann die Blase bis zu einem halben Liter Urin speichern, während sie sich mit zunehmendem Alter aufgrund des Verlusts an Elastizität des Blasenmuskels etwa halbiert. Dies bedeutet, dass ältere Menschen insgesamt weniger Urin speichern können und daher häufiger zur Toilette gehen müssen. Ein weiterer Grund für verstärkten Harndrang im fortgeschrittenen Alter ist die verringerte Fähigkeit, den Urin zu konzentrieren. Dies führt dazu, dass die produzierte Urinmenge insgesamt nicht unbedingt ansteigt, jedoch verstärkt in der Nacht produziert wird.

Gewohnheiten und die Lebensführung können ebenfalls Einfluss auf die Häufigkeit des nächtlichen Wasserlassens haben. Zum Beispiel kann ein hoher Flüssigkeitskonsum dazu führen, dass man öfter auf die Toilette muss. Auch bestimmte Erkrankungen können zu verstärktem Harndrang in der Nacht führen. Nykturie, also das nächtliche Wasserlassen, kann ein Alarmsignal sein und auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweisen. Es ist daher wichtig, die individuellen Ursachen mit einem Arzt zu klären, insbesondere wenn der nächtliche Harndrang häufig auftritt und den Schlaf beeinträchtigt.

Ursachen für die Veränderung der nächtlichen Toilettengänge im Alter:

  • Veränderungen in der Blase: Der Verlust an Elastizität des Blasenmuskels führt dazu, dass sie im Alter weniger Urin speichern kann.
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit des Urins: Im fortgeschrittenen Alter kann der Körper den Urin nicht mehr so stark konzentrieren, wodurch die insgesamt produzierte Urinmenge nicht unbedingt ansteigt, jedoch verstärkt in der Nacht ausgeschieden wird.
  • Gewohnheiten und Lebensführung: Ein hoher Flüssigkeitskonsum oder bestimmte Erkrankungen können zu verstärktem Harndrang in der Nacht führen.
  • Eine verstärkte Häufigkeit des nächtlichen Wasserlassens kann ein Zeichen für eine behandlungsbedürftige Erkrankung sein. Es ist daher wichtig, die individuellen Ursachen mit einem Arzt abzuklären, um gegebenenfalls eine geeignete Behandlung zu erhalten und den Schlaf nicht weiter zu beeinträchtigen.

    Definition und Typen des nächtlichen Harndrangs

    Der nächtliche Harndrang, auch bekannt als Nykturie, bezieht sich auf das vermehrte Bedürfnis, nachts Wasser zu lassen. Es handelt sich um ein weit verbreitetes Problem, das verschiedene Ursachen haben kann. Eine der häufigsten Ursachen ist eine überaktive Blase, bei der die Muskulatur der Blase aufgrund ihrer übermäßigen Kontraktionen das Fassungsvermögen der Blase verringert. Dadurch entsteht ein starker und plötzlicher Harndrang, der dazu führt, dass man nachts mehrmals auf die Toilette gehen muss.

    Darüber hinaus kann der nächtliche Harndrang bei Männern auch durch eine vergrößerte Prostata verursacht werden, insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Diese Vergrößerung kann den Harnfluss beeinträchtigen und zu häufigem oder nächtlichem Wasserlassen führen. Es sollten jedoch auch andere medizinische Ursachen in Betracht gezogen werden, wie bestimmte Erkrankungen oder die Einnahme von Arzneimitteln, die den nächtlichen Harndrang hervorrufen oder verstärken können. Eine genaue Ursachenforschung ist wichtig, um die richtige Therapie zu finden und mögliche ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

    Es gibt verschiedene Ansätze zur Behandlung des nächtlichen Harndrangs, abhängig von der Ursache. Bei einer überaktiven Blase kann beispielsweise ein Blasentraining angewendet werden, um die Kontrolle über die Blasenfunktion zu verbessern. In einigen Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff zur Verkleinerung der Prostata notwendig sein, um das Problem zu lösen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass bestimmte Gewohnheiten den nächtlichen Harndrang begünstigen können, wie zum Beispiel die Einnahme von koffeinhaltigen Getränken oder Alkohol nach dem Abendessen. Eine Anpassung des Trinkverhaltens und der täglichen Gewohnheiten kann dazu beitragen, die nächtlichen Toilettengänge zu reduzieren.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der nächtliche Harndrang ein häufiges Problem ist, das verschiedene Ursachen haben kann. Es ist wichtig, die genaue Ursache zu ermitteln, um eine angemessene Behandlung zu finden. Dies kann eine Kombination aus Lifestyle-Änderungen, medizinischen Interventionen und gezielten Therapien umfassen, um die Lebensqualität zu verbessern und nächtlichen Harndrang zu reduzieren.

    Was ist ein gesundes Maß an nächtlichem Wasserlassen?

    Ein gesundes Maß an nächtlichem Wasserlassen ist individuell und kann je nach Alter und Lebensgewohnheiten variieren. In der Regel ist es jedoch normal, ein- oder zweimal pro Nacht zur Toilette zu gehen. Bei mehrmaligem nächtlichen Wasserlassen kann jedoch eine zugrundeliegende Ursache vorliegen, die behandelt werden sollte.

    Es gibt verschiedene Faktoren, die die Häufigkeit des nächtlichen Wasserlassens beeinflussen können. Als erstes muss die Blasenfunktion betrachtet werden. Mit zunehmendem Alter verliert der Blasenmuskulatur ihre Elastizität und die Blase kann weniger Urin aufnehmen, was zu verstärktem nächtlichen Harndrang führen kann. Auch die Fähigkeit, Urin zu konzentrieren, nimmt im Alter ab, was zu verstärktem nächtlichen Wasserlassen führen kann.

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    Die Häufigkeit des nächtlichen Wasserlassens kann auch durch Gewohnheiten und die Lebensführung beeinflusst werden. Der Genuss von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee und Tee, sowie Alkohol vor dem Schlafengehen kann zu vermehrtem nächtlichen Harndrang führen. Auch eine große Flüssigkeitsaufnahme am Abend kann dazu führen, dass man häufiger zur Toilette muss. Zudem kann auch eine gestörte Nachtruhe, zum Beispiel durch Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom, zu verstärktem nächtlichen Harndrang führen.

    Warum muss ich nachts alle 2 Stunden auf Toilette?

    Der nächtliche Harndrang kann verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche Ursache ist eine nächtliche Polyurie, bei der nachts mehr Urin ausgeschieden wird als üblich. Dies betrifft insbesondere ältere Menschen, bei denen der Anteil der nächtlichen Urinmenge bis zu33 Prozent betragen kann. Eine andere mögliche Ursache ist eine reduzierte Kapazität der Harnblase, die dazu führt, dass kleinere Mengen häufiger entleert werden müssen. Auch bestimmte Medikamente, Alkohol- oder Koffeinkonsum können den Blasenmuskel reizen und zu nächtlichem Harndrang führen.

    Es gibt auch medizinische Ursachen für nächtlichen Harndrang, wie das Restless-Legs-Syndrom, Schlafapnoe, Alzheimer und Parkinson, die Schlaflosigkeit verursachen können. Diese Erkrankungen können Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungsstörungen verursachen, die zu nächtlichem Aufstehen führen können. Laut einer Studie der National Institutes of Health kann Schlafstörungen wie das Restless-Legs-Syndrom das Risiko für nächtlichen Harndrang erhöhen.

    Die Behandlung des nächtlichen Harndrangs hängt von der individuellen Ausprägung ab und kann verschreibungspflichtige Medikamente oder eine Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankungen umfassen. Natürliche Arzneimittel gegen Inkontinenz haben laut Experten keine überzeugende Wirksamkeit gezeigt. Entspannungstechniken wie Meditation und Beckenbodengymnastik können ebenfalls hilfreich sein, um die Blase zu trainieren und den Harndrang zu reduzieren.

    Es ist wichtig, dass ein Arzt eine gründliche medizinische Abklärung durchführt, um mögliche schwerwiegendere Ursachen auszuschließen, wie zum Beispiel Nieren- und Blasenkrebs. Diese Erkrankungen können ebenfalls zu nächtlichem Harndrang führen und sollten deshalb nicht außer Acht gelassen werden. Eine regelmäßige ärztliche Untersuchung kann helfen, eventuelle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

    Häufige Ursachen für nächtlichen Harndrang

    Eine Liste der häufigsten Ursachen für nächtlichen Harndrang, gefolgt von einer ausführlichen Erklärung jedes Punktes:

    • Überaktive Blase: Eine überaktive Blase ist eine häufige Ursache für nächtlichen Harndrang. Bei dieser medizinischen Bedingung ist die Muskulatur der Blase zu stark und führt zu plötzlichem Harndrang. Die Betroffenen verspüren häufig den Drang, auch nachts zur Toilette zu gehen.
    • Vergrößerte Prostata: Bei Männern ab etwa 50 Jahren kann eine vergrößerte Prostata zu nächtlichem Harndrang führen. Die Prostata drückt auf die Harnröhre und erschwert den normalen Harnfluss. Dadurch müssen Männer häufiger die Toilette aufsuchen, auch nachts.
    • Bestimmte Arzneimittel: Einige Arzneimittel können ebenfalls zu nächtlichem Harndrang führen. Dazu gehören beispielsweise Diuretika, die die Harnproduktion erhöhen, sowie bestimmte blutdrucksenkende Medikamente. Es ist wichtig, die möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten zu beachten und gegebenenfalls Rücksprache mit dem Arzt zu halten.
    • Schlaflosigkeit: Schlaflosigkeit kann ebenfalls zu nächtlichem Harndrang führen. Wenn Menschen Probleme haben, einzuschlafen oder tiefen Schlaf zu finden, kann dies zu verstärktem Harndrang führen. Es ist wichtig, auf einen ausreichenden und ungestörten Schlaf zu achten, um nächtlichen Harndrang zu reduzieren.
    • Bestimmte Erkrankungen: Nieren- und Blasenkrebs sowie andere Erkrankungen können ebenfalls nächtlichen Harndrang verursachen. Es ist wichtig, dass ein Arzt eine gründliche Untersuchung durchführt, um die genaue Ursache des nächtlichen Harndrangs festzustellen und gegebenenfalls die entsprechende Behandlung einzuleiten.

    Die genaue Ursache für nächtlichen Harndrang kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Eine gründliche ärztliche Untersuchung ist daher unerlässlich, um die individuelle Situation zu klären und die passenden Schritte einzuleiten. Die Behandlung kann je nach Ursache unterschiedlich sein und reicht von Veränderungen im Lebensstil über Medikamente bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Es ist wichtig, dass Betroffene mit ihrem Arzt zusammenarbeiten, um die bestmögliche Behandlung zu finden.

    Es sei darauf hingewiesen, dass natürliche Arzneimittel laut Experten keine überzeugende Wirksamkeit bei der Behandlung von nächtlichem Harndrang und einer überaktiven Blase gezeigt haben. Es ist daher empfehlenswert, professionellen medizinischen Rat einzuholen und den Anweisungen des Arztes zu folgen.

    Behandlungen und Tipps zur Verbesserung des nächtlichen Wasserlassens

    Unnatürlich häufiges nächtliches Wasserlassen, auch bekannt als Nykturie, kann ein Symptom für verschiedene zugrundeliegende Erkrankungen sein und sollte daher immer gründlich untersucht werden. Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. müssen ernstere Ursachen wie Nieren- und Blasenkrebs ausgeschlossen werden, um die richtige Behandlungsmethode zu finden. Eine umfassende Ursachenforschung ist wichtig, da der nächtliche Harndrang oft effektiv behandelt werden kann.

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    Je nach Ursache können unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage kommen. Bei einer Prostatavergrößerung kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, um den Harndrang zu reduzieren. Bei einer überaktiven Blase kann ein Blasentraining empfohlen werden, um die Blasenfunktion zu verbessern. Auch die Einnahme von Medikamenten kann bei zugrundeliegenden Erkrankungen wie Herzproblemen oder Infektionen helfen, den nächtlichen Harndrang zu verringern.

    Neben medizinischen Behandlungen können auch bestimmte Tipps und Maßnahmen helfen, die nächtliche Toilettengänge zu reduzieren. Beckenbodengymnastik wird empfohlen, da sie sowohl für Frauen als auch für Männer von Vorteil ist, um die Blasenfunktion zu stärken und somit den Harndrang zu verringern. Entspannungstechniken wie Sport oder Meditation können ebenfalls hilfreich sein, um den Körper zu entspannen und somit die Blasenaktivität während des Schlafs zu reduzieren. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Behandlung von zugrundeliegenden Erkrankungen und ein geeignetes Schmerzmanagement dazu beitragen können, die nächtliche Urinproduktion zu reduzieren und somit zu einer Verbesserung der Nykturie zu führen.

    Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

    Es ist wichtig, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie unter häufigem nächtlichem Harndrang leiden. Dieses Symptom kann ein Hinweis auf ernsthafte zugrundeliegende Erkrankungen sein, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Wenn der Harndrang Sie regelmäßig aus dem Schlaf reißt und Ihre Lebensqualität beeinträchtigt, ist es ratsam, eine gründliche medizinische Untersuchung durchzuführen lassen.

    Bei welchen Symptomen sollte ich besonders besorgt sein?

    • Plötzlich auftretenden Harndrang in der Nacht, der den Schlaf unterbricht
    • Häufiger Harndrang – mehr als einmal pro Stunde
    • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
    • Blut im Urin
    • Fieber oder Schüttelfrost
    • Schwierigkeiten, den Urin zurückzuhalten oder kontrollieren zu können

    Es ist wichtig, dem Arzt alle Symptome zu schildern, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht mit dem nächtlichen Harndrang zusammenhängen zu scheinen. Zusätzlich zu Ihren Symptomen sollten Sie auch über Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme informieren. Diese Informationen können dem Arzt bei der Identifizierung und Behandlung der zugrundeliegenden Ursachen helfen.

    Welche weiteren Untersuchungen können erforderlich sein?

    Je nach vermuteter Ursache kann der Arzt weitere Untersuchungen anordnen. Dazu können beispielsweise Laboruntersuchungen des Blutes und Urins, eine Ultraschalluntersuchung der Blase und der Nieren oder eine urodynamische Untersuchung gehören. Auch eine Blasenspiegelung oder eine Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege können zur Diagnose beitragen.

    Wie wird der nächtliche Harndrang behandelt?

    Die Behandlung des nächtlichen Harndrangs hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab. Bei einer Prostatavergrößerung kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, während bei einer überaktiven Blase ein Blasentraining helfen kann. Auch bestimmte Medikamente können bei Herzproblemen oder Infektionen zum Einsatz kommen, um den nächtlichen Harndrang zu verringern.

    Gibt es Tipps, um den nächtlichen Harndrang zu reduzieren?

    • Vermeiden Sie Kaffee, Tee und Alkohol vor dem Schlafengehen.
    • Gehen Sie vor dem Zubettgehen noch einmal auf die Toilette.
    • Begrenzen Sie die Flüssigkeitszufuhr am Abend, vor allem in den letzten 2 Stunden vor dem Schlafengehen.

    Eine ausführliche Ursachenforschung ist lohnenswert, um die geeignete Behandlung für den nächtlichen Harndrang zu finden. Zögern Sie also nicht, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie unter häufigem nächtlichem Harndrang leiden. Mit der richtigen Therapie kann das lästige Symptom oft erfolgreich behandelt werden und Ihre Lebensqualität verbessert werden.

    Selbstmanagement des nächtlichen Wasserlassens

    Es gibt verschiedene mögliche Ursachen für das nächtliche Wasserlassen, auch Nykturie genannt. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu managen, ist, vor dem Schlafengehen auf bestimmte Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkohol zu verzichten. Diese können den Harndrang verstärken und somit zu mehr nächtlicher Entleerung führen. Wichtig ist auch, vor dem Zubettgehen noch einmal zur Toilette zu gehen, um die Blase zu entleeren und somit das nächtliche Wasserlassen zu reduzieren.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Selbstmanagement des nächtlichen Wasserlassens ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Allerdings sollte man die Flüssigkeitszufuhr zwei Stunden vor dem Schlafengehen reduzieren, um die nächtliche Urinproduktion zu verringern. Bei geschwollenen Beinen kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen und das Hochlegen der Beine am Nachmittag ebenfalls dazu beitragen, den nächtlichen Harndrang zu reduzieren. Zusätzlich ist es auch wichtig, die Ursachen für gestörten Nachtschlaf zu behandeln, da plötzliches Aufwachen mitten in der Nacht ein Auslöser für Harndrang sein kann.

    Bei ungewolltem nächtlichem Harnverlust kann die Verwendung eines Inkontinenzprodukts hilfreich sein, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Für Männer und Frauen kann außerdem Beckenbodengymnastik von Vorteil sein, um die Blasenfunktion zu verbessern. Auch Entspannungstechniken wie Sport oder Meditation können den Stressabbau fördern und möglicherweise die Symptome einer Reizblase lindern. Es wird auch empfohlen, ausreichend zu trinken, um den Urin nicht sauer werden zu lassen und somit die Blasenwände zusätzlich zu reizen. Die Farbe des Urins kann dabei als Indikator für eine ausreichende Hydrierung dienen.

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    Es ist jedoch wichtig, die zugrunde liegende medizinische Ursache für häufiges nächtliches Wasserlassen zu behandeln. Falls vorhanden, sollte beispielsweise eine vergrößerte Prostata oder eine chronische Blasenentzündung behandelt werden. Weitere Behandlungsmöglichkeiten können auch die Injektion von Botox in die Blase oder andere wissenschaftlich belegte Methoden umfassen. Nykturie sollte nicht als unvermeidbare Alterserscheinung abgetan werden, sondern individuell abgeklärt und behandelt werden.

    Häufige Mythen und Fakten über nächtlichen Harndrang

    Nächtlicher Harndrang ist ein häufiges Problem, dem viele Menschen gegenüberstehen. Es gibt viele Mythen und Fakten, die diese Problematik umgeben. Hier sind einige relevante Informationen zum Thema:

    • Trinken von Kaffee, Tee oder Alkohol vor dem Schlafengehen: Der Konsum dieser Getränke kann den nächtlichen Harndrang verstärken. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Koffein und Alkohol harntreibende Eigenschaften haben und die Produktion von Urin steigern können. Daher ist es ratsam, vor dem Schlafengehen auf den Konsum dieser Substanzen zu verzichten, um den nächtlichen Harndrang zu reduzieren.
    • Blase vor dem Schlafengehen entleeren: Es wird empfohlen, kurz vor dem Zubettgehen noch einmal zur Toilette zu gehen, um die Blase vollständig zu entleeren. Studien haben gezeigt, dass dies dazu beitragen kann, den nächtlichen Harndrang zu verringern. Durch die vollständige Entleerung der Blase vor dem Schlafengehen wird verhindert, dass sich überschüssiger Urin ansammelt und den nächtlichen Harndrang auslöst.
    • Flüssigkeitsaufnahme vor dem Schlafengehen begrenzen: Es kann hilfreich sein, in den letzten 2 Stunden vor dem Schlafengehen möglichst wenig zu trinken, um die Urinproduktion zu reduzieren. Forschungen zeigen, dass eine begrenzte Flüssigkeitsaufnahme vor dem Schlafengehen dazu beitragen kann, den nächtlichen Harndrang zu verringern. Es ist jedoch wichtig, während des Tages ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um eine ausreichende Hydratation sicherzustellen.
    • Beckenbodengymnastik: Beckenbodengymnastik kann sowohl für Frauen als auch für Männer hilfreich sein, um den Harndrang zu reduzieren. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Beckenbodenübungen die Blasenkontrolle verbessern können und somit den nächtlichen Harndrang reduzieren können. Diese Übungen stärken die Muskeln des Beckenbodens, die eine wichtige Rolle bei der Blasenkontrolle spielen.

    Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und möglichen medizinischen Ursachen zu berücksichtigen, da der nächtliche Harndrang von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Eine genaue Diagnose durch einen Arzt ist daher entscheidend, um die beste Behandlungsmethode zu finden.

    Harninkontinenz bei Nacht: Was tun?

    Bei Harninkontinenz handelt es sich um ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Sie bezeichnet das ungewollte Ausscheiden von Urin, welches vor allem bei älteren Menschen auftreten kann. Die nächtliche Form von Harninkontinenz, die auch als Nykturie bezeichnet wird, tritt auf, wenn man nachts mehrmals aufstehen muss, um Wasser zu lassen. Dies kann zu Schlafproblemen und einem ständigen Gefühl von Müdigkeit führen.

    Die Behandlung von Harninkontinenz bei Nacht hängt von den individuellen Ursachen ab. Eine der häufigsten medizinischen Ursachen ist das Restless-Legs-Syndrom, bei dem es zu unkontrollierbaren Bewegungen der Beine kommt, die den Schlaf stören und zu nächtlichem Harndrang führen können. Auch Schlafapnoe, Alzheimer und Parkinson können die Blasenkontrolle beeinflussen und zu nächtlichem Harndrang führen. Daher ist es wichtig, dass der Arzt bei der Behandlung von nächtlicher Harninkontinenz eine umfassende Differentialdiagnostik durchführt und gegebenenfalls eine entsprechende Medikation einleitet.

    Um die nächtliche Urinproduktion zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankungen sowie die Durchführung eines geeigneten Schmerzmanagements. Zudem können verschreibungspflichtige Medikamente eingesetzt werden, um eine überaktive Blase zu beruhigen. Es empfiehlt sich außerdem, vor dem Zubettgehen keinen Kaffee, Tee oder Alkohol zu trinken und noch einmal zur Toilette zu gehen, um die Blase zu entleeren.

    Weitere Hilfsmittel bei nächtlicher Harninkontinenz sind das Tragen von Kompressionsstrümpfen und das Hochlegen der Beine am Nachmittag, um geschwollene Beine zu entlasten und das nächtliche Wasserlassen zu reduzieren. Auch das angehen der Ursachen für gestörten Nachtschlaf, wie zum Beispiel durch Entspannungstechniken wie Meditation oder Beckenbodengymnastik, können hilfreich sein. Die genaue Therapie richtet sich dabei immer nach der individuellen Ursache des nächtlichen Harndrangs und sollte in Absprache mit einem Arzt erfolgen.